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FAQ
Stahlproduktion
Energie und Wasserstoff
Betriebliche Mitbestimmung
Politische Rahmenbedingungen
Die Hochofenroute ist ein klassischer Weg der Stahlherstellung. Im Hochofen wird Eisenerz mit Koks und Zuschlägen zu flüssigem Roheisen reduziert. Dieses gelangt in den Konverter (z. B. LD-Konverter), wo Sauerstoff eingeblasen und das Roheisen zu Rohstahl veredelt wird. Anschließend folgen Sekundärmetallurgie (Feinjustierung der Eigenschaften) und das Stranggießen zu Stahlblöcken. Die Route verursacht hohe CO₂-Emissionen durch den Einsatz von Koks.
Beim Direktreduktionsverfahren wird Eisenerz bei Temperaturen unter dem Schmelzpunkt mit Wasserstoff oder Erdgas reduziert. Es entsteht sogenanntes Eisenschwamm (DRI). Dieser wird in einem Elektrolichtbogenofen zu Stahl weiterverarbeitet. Das Verfahren verursacht deutlich weniger CO₂-Emissionen als die Hochofenroute – insbesondere bei Einsatz von grünem Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energien.
Ein Elektrolichtbogenofen schmilzt Metallschrott oder Eisenschwamm (DRI) mithilfe von elektrischer Energie. Zwischen Graphitelektroden und dem Metallbad entstehen Lichtbögen mit Temperaturen über 3.000 °C. Der EAF wird vor allem in der Schrottverwertung und in Kombination mit Direktreduktion genutzt. Er ermöglicht eine flexible, klimafreundlichere Stahlproduktion – besonders bei Nutzung erneuerbarer Energie.
Eine Bramme ist ein breiter, flacher Stahlblock, der beim Stranggießen aus flüssigem Stahl entsteht. Sie dient als Vormaterial für die Weiterverarbeitung in Warmwalzwerken, wo sie zu Blechen, Bändern oder Platten gewalzt wird. Brammen wiegen oft mehrere Tonnen und sind ein zentrales Zwischenprodukt in der Stahlproduktion – sowohl in der Hochofenroute als auch bei der Elektrostahlherstellung.
Ein Coil ist eine aufgewickelte Stahlbandrolle, die nach dem Walzen entsteht – meist im Warm- oder Kaltwalzwerk. Das Band wird auf mehrere Hundert Meter Länge ausgewalzt und platzsparend als Rolle aufgewickelt. Coils sind ein gängiges Zwischen- oder Endprodukt in der Stahlindustrie und werden z. B. in der Automobil-, Bau- oder Haushaltsgeräteindustrie weiterverarbeitet. Sie ermöglichen effiziente Lagerung und Transport.
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